Blutegel gibt es schon seit ca. 450 Millionen Jahren und die Blutegelbehandlung wird seit etwa 3000 Jahren ausgeübt. Somit gehören die Blutegel mit zu den ältesten Heilmitteln, die uns bekannt sind.

Nachdem die Blutegeltherapie im 19. Jahrhundert jedoch übermäßig eingesetzt wurde, da der Blutegel wie der Aderlass als Allheil- und Wundermittel galt und auch die Umweltbelastung immer mehr zunahm, starben die Blutegel in Mitteleuropa zu Beginn des 20. Jahrhunderts fast aus.

Der wissenschaftliche und schulmedizinische Fortschritt trugen dann ebenfalls dazu bei, dass die Blutegelbehandlung in Vergessenheit geriet.Im Laufe der Zeit hat die Blutegeltherapie jedoch wieder zunehmend an Beliebtheit gewonnen – auch im Bereich der Tiermedizin. Tiere zeigen eine gute Toleranz gegenüber dieser Therapieart, da die Tiere gleich die heilsame Wirkung spüren. Berichten zufolge suchen kranke und verletzte Wildtiere zur Tränke bewusst Gewässer aus, die von Blutegeln besiedelt sind.Bei der Blutegelbehandlung wird der Egel möglichst nahe am Krankheitsherd angesetzt. Der Egel sucht sich danach die geeignetste Stelle und beißt sich fest.

Der Blutegel saugt dabei nicht nur Blut, sondern gibt auch medikamentenähnliche Wirkstoffe in die Bissstelle ab, die gerinnungs- und entzündungshemmend wirken, den Lymphfluss beschleunigen, die Gefäße erweitern und eine starke antibiotische Wirkung haben.

Die Blutegeltherapie wird vorrangig bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, zur Unterstützung der Wundheilung und bei Hautkrankheiten eingesetzt.


Um den gesetzlichen Anforderungen zu genügen, gebe ich folgenden Hinweis:
Die Blutegeltherapie ist wissenschaftlich umstritten und wird von der Lehrmedizin nicht anerkannt. Die getroffenen Angaben beruhen auf Erfahrungstatsachen und geben kein Heilversprechen.