Das Wort Akupunktur leitet sich von den beiden Wörtern „Acus“ (Nadel) und „Pungere“ (Stechen) ab.

Die bedeutendsten, grundlegenden Aufzeichnungen der Akupunktur („Innerer Klassiker des Gelben Kaisers“) entstanden zwischen dem 2. Jahrhundert v. Chr. und dem 2. Jahrhundert n. Chr. Über den Entstehungszeitpunkt der Veterinärakupunktur gibt es unterschiedliche Angaben. Jedoch verfasste ein Militärgeneral im Jahr 900 v. Chr. einen „Kanon der Veterinärmedizin“, in dem sich Hinweise zur Akupunktur am Pferd finden.

Bei der Akupunktur wird ein spezieller Körperbereich mittels Nadeln gereizt und durch diese kurze, evtl. schmerzhafte, Stimulation heilend auf den Organismus einwirkt.
Diese analgetische Wirkung erklärt sich so, dass bei der Reizung eines Akupunkturpunktes chemische Stoffe freigesetzt werden, die zu einer Hemmung der elektrischen Erregbarkeit der Hinterhornneurone im Rückenmark führt. Somit gelangt der Schmerz nur noch vermindert bis zum Großhirn, was den sofortigen schmerzlindernden Effekt zur Folge hat.

Die Langzeitwirkung der Akupunktur versteht sich so, dass das Gehirn hier Endorphine auf Dauer ausscheidet, die eine ähnliche Wirkung wie Morphium auf den Organismus haben und somit eine anhaltende Schmerzlinderung bewirken.